Das Porträt ist eine der ältesten künstlerischen Gattungen in der Geschichte der westlichen Kunst und berührt zahlreiche grundlegende künstlerische Fragen: nach der Bildlichkeit und Abbildlichkeit des Menschen, dem Verhältnis von Bild und Körper, Innen und Außen, Individualität und Repräsentation oder auch die Rolle von Bildnissen im Umgang mit Tod und Erinnerung. Anhand von Beispielen unterschiedlicher Epochen wird die Gattung des Portraits und ihre Geschichte vorgestellt.Dabei wird der historische Bogen von den Traditionen des Porträts zur Bedeutung des Gesichts bzw. der menschlichen Gestalt in der zeitgenössischen Kunst (z.B. Marlene Dumas, Francis Bacon) geschlagen.. Beleuchtet werden – neben den unterschiedlichen Gattungsentwicklungen –  Themen wie Erinnerung und Repräsentation sowie die Entwicklung des Subjektbegriffs oder die Psychologisierung des Gesichts. 

 

Literatur – zur Einführung empfohlen!

Belting, Hans: Faces. Eine Geschichte des Gesichts, München 2013; Beyer, Andreas: Das Porträt in der Malerei, München 2002; Büchsel, Martin (Hrsg.): Das Porträt vor Erfindung des Porträts, Mainz 2003; Castelnuovo, Enrico: Das künstlerische Portrait in der Gesellschaft. Ffm. 1993; Gördüren, Petra: Das Porträt nach dem Porträt. Positionen der Bildniskunst im späten 20. Jahrhundert, Berlin 2013; Köstler, Andreas/Seidl, Ernst (Hg.): Bildnis und Image. Das Portrait zwischen Intention und Rezeption. Köln/Weimar/Wien 1998; Preimesberger, Rudolf/Baader, Hannah und Suthor, Nicola (Hg.): Porträt. Berlin 1999; Schneider, Norbert: Porträtmalerei. Hauptwerke europäischer Bildniskunst. Köln 1992; Pfisterer, Ulrich/von Rosen, Valeska (Hg.): Der Künstler als Kunstwerk. Selbstporträts vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Stuttgart 2005.