Die Kunst zeitgenössischer afrikanischer Künstler/innen gewinnt seit den 1980er Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit im globalen Kunstgeschehen. Die Rezeption ihrer künstlerischen Arbeiten steht in den westlichen Metropolen zumeist unter dem Vorzeichen identitärer Zuweisungen („afrikanische Kunst“), die auf den Vorurteilen und Stereotypen einer kolonialen Haltung in post-kolonialer Zeit beruht. Auf Seiten der künstlerischen Akteure steht dem der selbstbewußte Anspruch gegenüber künstlerische Konzepte zu entwickeln, die sowohl im Kontext des internationalen Kunstgeschehens stehen wie an lokalen künstlerischen Entwicklungen teilhaben. Im Seminar stehen sowohl die künstlerischen Konzepte einzelner Künstler/innen (wie El Anatsui, Julie Mehretu, Margaret Dumas oder Yinka Shonibare) zur Diskussion als auch der historische und kulturelle Kontext der zeitgenössischen Debatten um eine neue „Afrikanizität“.

Literatur - zur Einführung empfohlen!

Enwezor, Okwui/ Okeke-Agulu, Chika : Contemporary African Art since 1980, Damiani 1980; Oguibe, Olu/ Enwezor, Okwui (Hg.): Reading the Contemporary. African Art from Theory to the Marketplace, London 1997; Mutumba, Yvette: Die (Re-)Präsentation zeitgenössischer afrikanischer Kunst in Deutschland, Stuttgart (ifa-Studien) 2008; Vogel, Sabine (Hg.): Africa explores. 20th Century African Art, The Center for African Art, New York/München 1991; Afrika Remix. Zeitgenössische Kunst eines Kontinents. Ausstellungskatalog Museum Kunst Palast Düsseldorf u.a., Ostfildern-Ruit 2004.